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Inflation ist also in Wahrheit immer Aufblähung der Geldmenge und nicht Preissteigerung. Deflation heißt Geldvernichtung und nicht fallende Preise. Wie wird die Geldmenge aufgebläht? Durch Verschuldung – indem sich, insbesondere der Staat zusätzlich verschuldet und die Banken in Höhe der zusätzlichen Schuld Geld aus dem Nichts erzeugen. Wie wird die Geldmenge abgebläht? Indem Schulden durch Bankrott verschwinden und damit das zusätzlich aus dem Nichts erzeugte Geld wieder ins Nichts verschwindet. Inflation und Deflation sind rein monetäre Phänomene und keine Preisphänomene. Es handelt sich um Zunahme oder Abnahme der Kreditmenge oder Schuldmenge oder Geldmenge, was alles das Gleiche ist. Wie Murray Rothbart klar nachgewiesen hat, kann die Geldmenge für immer und ewig unverändert bleiben, sie muss nicht verändert oder reguliert werden. Wir brauchen keine Zentralbank, welche die Geldmenge reguliert. Erst dadurch, dass Staat und Banken gemeinsam die Geldmenge auf- und abblähen entstehen Inflation und Deflation. Geld wird wertloser oder wertvoller. Weil wir diesen Vorgang aber nur an Preisen erkennen können, glauben wir irrtümlich die Preise würden steigen, obwohl in Wahrheit das Geld wertloser wird. Der umgekehrte Vorgang, nämlich dass in der Deflation Geld immer wertvoller wird, ist allerdings auch schon wieder so eine Gedankenfalle. Irgendwie ist es ja ein logischer Widerspruch, dass ungedecktes Papiergeld, das ohne Kosten beliebig aus dem Nichts erzeugt werden kann, immer wertvoller werden soll. In Wirklichkeit wird das Zeug auch nicht immer wertvoller sondern nur immer knapper, weil immer mehr Geld durch Konkurse und Preisrückgänge vernichtet wird und so entsteht die Illusion, das noch verbleibende Geld würde immer wertvoller. Im Grunde sind deflatorischer Crash und Hyperinflation der gleiche Sachverhalt. In beiden Fällen ist das Ergebnis die Zerstörung von Geld und Kredit. Werfen wir nach diesen geldtheoretischen Überlegungen noch einen kurzen Blick auf ein praktisches Problem, nämlich die Frage, wie verhalten sich Immobilien bei Inflation und Deflation, wenn dies als Aufblähen und Abblähen der Geldmenge zu verstehen ist. Es kann durchaus sein, dass sich das Aufblähen der Geldmenge nur in ganz bestimmten Marktsegmenten auswirkt und andere Bereiche unberührt lässt. So haben wir derzeit keine Steigerung bei den Güterpreisen, trotz steigender Geldmenge. Wir hatten aber extreme „Inflation“ bei den Aktienpreisen. Nachdem diese Aktienblase geplatzt ist, haben wir jetzt eine „Inflation“ bei den Immobilienpreisen und den Anleihepreisen. Die eigentliche Geldvernichtung muss logischerweise bei Anleihen und Immobilien stattfinden, weil dies die größten Geldreservoirs sind. Geldvernichtung bei Anleihen bedeutet starke Preissenkung (Kursverluste), ähnlich wie in Argentinien, Russland, Mexiko etc. Ironischerweise ist bei Immobilien beides denkbar, also extremer Preisverfall im deflatorischen Crash wie auch extreme Preissteigerung in der Hyperinflation. Sie bekommen dann für eine Hütte 10 Milliarden geboten. Nur wird niemand seine Hütte für 10 Milliarden Altpapier verkaufen. Als Sachwerte können Immobilien also sowohl vor Inflation wie vor Deflation schützen – vorausgesetzt, man hat sie billig gekauft und nicht beliehen. Hat man sie stark beliehen, ist Inflation gut und Deflation schlecht. Reinhard Deutsch (Trackback)
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Geschrieben von: future-time, am 15-11-2008 15:24 Verschuldung des Staates in der Inflation muß in einer Geldvernichtung durch Währungsreform als Schlußpunkt einer Deflation enden - warum sollte ein privater Schuldner nicht von der Steigerung der Immobilienpreise und dem Verfall des Geldwertes bis dahin (gegenüber dem Schuldner, Bank, Staat) profitieren ? 10 Mio. Tagesverdienst in 2020 lassen 1 Mio. Hypotheke von 2008 in 2020 bezahlbar erscheinen, oder mache ich einen Denkfehler ? Geschrieben von: HRR, am 15-11-2008 16:37 Es ist eine Frage des zeitlichen Rahmens. Geht die aktuell laufende Deflation so weit, dass man das Haus wegen Ueberschuldung verliert, nützt auch eine möglicherweise kommende Hyperinflation nichts mehr. Geschrieben von: Dirk , am 05-06-2009 16:23 Nun, was hier leider nicht thematisiert wird ist der Abbau der Produktionskapazitäten, welches die Inflation (Knappheit der Güter) anheizen wird. Durch die enorme Geldmenge die nicht in Produktion sondern in die rein spekulativen Finanzmärkte geschleust wurde, wird sich der Abbau (der Wert) wirklicher Produktion noch weiter reduzieren bis genügend Kapazitäten abgebaut wurden und dann wirklich ein Mangel an Waren herrscht. Die Inflation hat also zwei Aspekte. Einerseits die expansive Geldmenge um den spekulativen Derivatemarkt aufrecht zu erhalten und andererseits die Ffehlenden Gelder um die wirkliche Produktion anzukurbeln. Dies wird schlussendlich unweigerlich in eine Knappheit der Güter und entsprechende PReissteigerungen verursachen. Geschrieben von: Bugatti, am 19-02-2010 05:11 Geht aber die aktuell laufende Deflation in eine Inflation über, ist man (möglicherweise) nach oder während einer kommenden (Hyper)-inflation sehr gut positioniert. Artikel kommentieren
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Erhalten von: Inflation / Deflation « Polit Berichte , am 03-02-2009 09:23 (PB) [...] http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Deflation_und_Infl ation.htm (unbekannter Autor) http://zeitenwende.ch/spezial/der-trick-mit-inflation-und-de flation/ (Reinhard [...] Erhalten von: Versicherungen und Wirtschaftsblog , am 23-02-2009 15:36 (TB) Inflation
Wenn es etwas Positives gibt, dass durch die Finanzkrise und die drohende Wirtschaftskrise entstanden ist, dann ist es die Tatsache, dass die Inflation in Deutschland momentan so niedrig wie schon seit vielen Jahren nicht mehr ist. Grundsätzlich b.. Erhalten von: Die DDR war faschistisch? - Seite 508 - politik.de - Portal für Politik und Diskussion / Forum / Community , am 28-04-2010 20:59 (PB) [...] gesundes verhältnis, da möchte der kapitalismus hin, kommt er aber nicht. damit du das verstehst:Der Trick mit Inflation und Deflation - zeitenwende.ch [...]
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