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Seite 1 von 2 In Politik und Wirtschaft müssen wir immer mehr davon ausgehen, dass mit Täuschung, Tricks und Fälschungen gearbeitet wird. Wenn Bush und Blair eine plumpe Fälschung als Vorwand für einen Krieg benutzen und man davon ausgehen muss, dass selbst Regierungskreise in den Anschlag auf das World Trade Center verwickelt waren, dann darf man beim Geld – dem Machtinstrument schlechthin – erst recht auf Tricks und Täuschungen gefasst sein. Inflation und Deflation sind solche Trickinstrumente. Schauen wir uns den Täuschungsvorgang einmal genauer an. Schon die Verwendung der Begriffe Inflation und Deflation dient der Verwirrung und Ablenkung vom eigentlichen Geschehen. Im Publikum wird Inflation mit steigenden Güterpreisen und Deflation mit fallenden Güterpreisen gleichgesetzt und das ist bereits eine Täuschung – damit ist das Publikum bereits den Täuschern auf den Leim gegangen. Lassen Sie sich nicht davon irritieren, dass auch Professoren, Sachverständige und Lexika diese Leseart verbreiten, benutzen Sie einfach Ihren eigenen Verstand. Wenn durch Wetter, Missernten, Krankheiten etc. ein Gut knapper und damit teurer wird, spricht man sinnvoller Weise von Teuerung. Dies ist ein normaler marktwirtschaftlicher Vorgang, weil die Preise ja Knappheiten signalisieren sollen. Umgekehrt, wenn durch erhöhte Produktivität oder technischen Fortschritt ein Produkt, wie etwa Computer, in größeren Mengen und billiger produziert werden kann, fällt sein Preis. In einer Marktwirtschaft ist es Aufgabe der Preise, zu schwanken und so den Konsumenten und Produzenten Knappheiten zu signalisieren. Inflation und Deflation haben aber mit solchen Preisschwankungen nicht das Geringste zu tun. Es werden mit Inflation und Deflation keine Knappheiten signalisiert. Die Preise steigen zwar, aber nicht weil irgendetwas knapper wird, etwa durch Missernten, sondern weil das Geld wertloser wird. Es steigen also nicht alle Preise, sondern alles Geld wird wertloser, weil von diesem Zeug immer mehr erzeugt wird. Erkennen Sie den Trick? Wie bei jedem normalen Zaubertrick wird die Aufmerksamkeit des Publikums in eine falsche Richtung gelenkt. Seht her – die bösen Unternehmer erhöhen die Preise und die Gewerkschaften die Löhne – wir Regierung und Zentralbank müssen die Inflation bekämpfen, welche Unternehmer und Gewerkschaften verantwortungslos herbeiführen. Wir müssen leider die Zinsen raufsetzen, oder gar die Preise vorschreiben. Damit wird davon abgelenkt, dass es Regierungen und Zentralbanken sind, welche durch zusätzliche Gelderzeugung aus dem Nichts, also durch Drucken, von legalem Falschgeld die Geldmenge erhöhen, was sich in einer Erhöhung des allgemeinen Preisniveaus niederschlägt. Diese Erhöhung des Preisniveaus hat aber nicht das Geringste mit der Preisbildung bei Gütern und Dienstleistungen zu tun. Die Preisverhältnisse bleiben theoretisch alle gleich, es muss nur für alles immer mehr Papier hergegeben werden. Nicht der Brötchenpreis steigt sondern das Geld wir immer schlechter, immer wertloser. Weil wir aber alle auf den Brötchenpreis starren, halten wir Inflation für Preissteigerung und nicht für Geldentwertung – das ist der Ablenkungstrick.
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