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Bei den Beispielen aus dem E-Government, die Sie bisher erwähnt haben, kann die Schweiz nicht mithalten. Die Gründung einer Einzelfirma dauert in der Schweiz allerdings auch nicht länger. Wie steht Belgien denn bei der administrativen Belastung im internationalen Vergleich heute da?
Als ich begann, waren wir nicht gut positioniert. Unterdessen haben wir aber zum Beispiel die USA überholt. Und wir wollen ganz an die Spitze. In Sachen Bürokratie soll Belgien das Hongkong Europas werden.
Aber setzt das nicht ein Umdenken auf allen Ebenen voraus, zum Beispiel auch bei den Parlamentariern?
Langfristig sicher. Kurzfristig aber sorgen wir auch an der Quelle für den Abbau von Bürokratie. Wir haben in den letzten zwei Jahren schon 600 geplante Regelungen und Gesetze mit einem speziellen Test auf zusätzlichen Aufwand kontrolliert. Die Zahl der neuen Regelungen ist so deutlich gesunken.
Kommen Sie sich nicht manchmal vor wie Sisyphus?
Natürlich kämpfen wir jeden Tag einen harten Kampf. Aber ich denke, jetzt setzt langsam ein Umdenken ein, auch international und auch auf EU-Ebene. Das Problem der administrativen Belastung ist überall erkannt. Jetzt müsste man nur noch unserer Maxime folgen und einfach mit der Vereinfachung anfangen.
Stefan Kyora
Der 32-jährige Vincent Van Quickenborne stammt aus dem flämischen Gent. Der Jurist hat als Rechtsanwaltin Kortrijk gearbeitet. Seit 2001 ist er Gemeinderat von Kortrijk. Von 1999 bis 2003 war Van Quickenborne zudem Mitglied des belgischen Senats,der die Landesteile repräsentiert.2003 ernannte ihn der belgische Premierminister Guy Verhofstadt zum Staatssekretär für administrative Vereinfachung. Van Quickenborneist Vorstandsmitglied der liberalen Partei VLD (Vlaamse Liberalenen Democraten).
Dieser Artikel wurde vom Zeitenwende-Content-Partner zur Verfügung gestellt und ist in der Printausgabe vom 5.01.06 erschienen. (Trackback)
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