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Schwarze Gedanken zu grünen Scheinchen |
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Mittwoch, 26. März 2008 |
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Seite 1 von 5 Ich befasse mich recht selten mit dem Euro, ich gebe es zu. Ich nehme ihn eher hin, fand die alten DM-Scheine viel schöner, horte meine alten DM-Münzen und esse fleißig Joghurt, damit ich noch erlebe, dass sie mal was wert werden. Damals, per Jahreswende 2001/2002 gehörte auch ich zu denen, die fluchend in den endlosen Schlangen an den Schaltern standen, um mein „echtes Geld“ in irgendwas Dubioses zu tauschen und war beim ersten Gang zum Geldautomaten auf alles gefasst.
Doch der Euro strafte alle Lügen. Er ist so stabil, dass es schon wehtut und man bekommt immer noch ein Brot für dieses Geld. Etwas weniger Brot als vor kurzem, keine Frage, aber immerhin. Schaut euch die Amerikaner an und hört auf zu jammern. Vor allem:
Inflation? Ei wo denn?
Bei denen schlagen die Preissteigerungen bei allen Rohstoffen zwar voll durch, während sie bei uns durch den steigenden Euro teilweise aufgefangen werden ... aber die haben ja nicht mal Inflation! Jedenfalls keine, die irgendwie Besorgnis erregend wäre. Weil sie nämlich im Sommer deutlich abnehmen wird. Fragt Benjamin B. und seine Ritter der Schwafelrunde, die kennen sich aus! Deswegen sind die so schlau und senken die Zinsen ... und die Unsrigen, allen voran Jean-Claude Trichet, nicht. Wegen Inflationsgefahr, heißt es. Weicheier.
So einfach ist das alles. Bei uns steigen die Preise langsam, aber die Zinsen bleiben oben, weil man auf die Preisstabilität achten muss. In den USA steigen die Preise zwar viel schneller, aber die Zinsen werden zackig gesenkt (um so schnell wie möglich beim Rollenspiel „ich bastle mir die Japan-Krise der 90er“ die meisten Punkte zu bekommen?), weil die Inflation kein Problem ist. Ganz schlaue (mit entsprechend dicken Bankkonten) verweisen auf die über 15% Inflation Anfang der 80er und erklären, man solle sich nicht so anstellen. Das ist fein, denn:
Man sollte nicht unterschätzen, wie dankbar die US-Familien den Verantwortlichen sein werden. Wie sagte doch einst J.F. Kennedy: „Fragt nicht, was Amerika für euch tun kann. Fragt, was ihr für Amerika tun könnt“. Recht so. Man ist Patriot, man tut. Amerika tankt und isst sich momentan selbst die Haare vom Kopf. Und, wenn wir schon im Töpfchen der Bekloppten rühren: Das bringt Amerika wieder voran. Jaja, denn:
Keep America Great. Basta.
Die Einzelhandelsumsätze werden steigen, das Bruttoinlandsprodukt mit ... diejenigen, die eine Wende zu altem Glanz und Gloria um die Ecke sehen, nicken wissend. Nun steigen diese Kennzahlen zwar langsamer als die Preise ... sprich rein mengenbezogen geht es bergab ... aber man soll bitte sehr nicht so kleinlich sein. Keep America Great, wie mein Lieblings-Widerling Larry Kudlow zu sagen pflegt. Wenn’s mit der Wende per Order des Mufti daneben geht, können die Armen ja markige Sprüche kochen. Das nährt auch. Und:
Die Rezession, vor der Miesmacher wie ich im Herbst warnten, gibt es gar nicht. Dazu muss man nämlich erst mal zwei Quartale nacheinander so genanntes „Negativ-Wachstum“ haben. Und da man im 4. Quartal 2007 ja satte +0,6% Wachstum (real und nicht „optimiert“ eher -1,0%, aber wenn kümmert’s) hatte, kann man frühestens Ende Juni in die Rezession abgleiten. Wenn nicht die Helden des Bleistifts für das 1. Quartal 2008 doch noch ein solides Wachstum von +0,005 Promille errechnen. Dann kann ja überhaupt nichts mehr anbrennen. Auch hier sehe ich schon spontane Fackelzüge dankbarer US-Familien durch die Straßen ziehen, tränenden Auges die Nationalhymne intonierend, die Baseballschläger ergriffen ans patriotische Herz gedrückt. Vielleicht verstehen wir Europäer und unser „inflationshysterische“ EZB-Rat die amerikanische Sichtweise einfach nicht. Sehen Sie:
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Finanz-Wetter
BUCH-TIPP
 Wenn Larry Page und Sergey Brin irgendwo auf der Welt auf eine Bühne
klettern, ist Ausnahmezustand. Längst sind die Erfinder von Google, die
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