Seite http://zeitenwende.ch /Deutsche+Banken+geraten+au%dfer+Kontrolle nicht gefunden. Bitte überprüfen Sie die Schreibweise oder kontaktieren Sie den Administrator
|
Die Spekulanten des Hungers |
|
|
|
|
Dienstag, 15. April 2008 |
|
Seite 1 von 7 Es ist sehr selten der Fall, dass sich die Konjunktur einer so genannten „Reflation“ gegenüber sieht. Damit meine ich zeitgleiche Rezession und Inflation. An der folgenden Grafik sehen Sie (auch wenn der März noch fehlt, die Verbraucherpreise sind ja noch nicht veröffentlicht), dass es üblich ist, dass einer Rezession ein deutliches Ansteigen der Inflationsraten vorangeht.
Das ist normal und erklärbar. Denn es ist typisch für die Endphase eines Booms, dass hier viel auf Kredit gekauft wird, jeder glaubt, das Wachstum gehe nie zu Ende und so der Konsum ebenso wie der Arbeitsmarkt - wie immer als letzte Bereiche der Wirtschaft – sehr knapp vor dem Beginn des Abstiegs ihren Höhepunkt erreichen. Die Ausnahme war die durch die Ölkrise 1973/74 ausgelöste Rezession. Damals brach die Wirtschaft ein, weil die Ölpreise immer weiter stiegen (die grauen Felder sind Rezessionsphasen).

Diesmal ist es ähnlich – zum zweiten Mal also nach dem II. Weltkrieg. Wobei es diesmal nicht nur die Ölpreise sind, sondern alle Rohstoffe. Die Konjunktur in den USA beginnt zu schrumpfen, die Wachstumsraten in Europa und Asien beginnen zu sinken ... und die Preise steigen immer schneller – obwohl die Nachfrage in vielen Bereichen bereits sinkt. Dabei verweisen natürlich die Berufsbeschöniger (die uns auch erklärt hatten, dass die Subprime- und Immobilienkrise keine Auswirkung auf die US-Gesamtwirtschaft hat, eine Rezession ausgeschlossen werden könne, die Banken im Dezember alle Abschreibungen durch hatten etc.) natürlich auf die heute veröffentlichten Produzentenpreise in den USA für März: Nur ein Anstieg von +0,2% gegenüber Februar in der Kernrate. Na also, was jammert ihr denn?
|