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Freitag, 31. Oktober 2008 |
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Seite 1 von 3 Nach den gestern vom National Bureau of Economic Research
veröffentlichten Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) von real -0,3%
zum 3.Quartal, bewegt sich die USA nun das erste Mal seit dem 3.
Quartal 2001, mit einem Minus-Wachstum auch offiziell am Rande einer
Rezession.

Das US-BIP stellt die Summe aller Waren, Güter und
Dienstleistungen dar.. Die grobe Berechnungsformel ist: BIP =
Konsumausgaben + Bruttoinvestitionen + Staatsausgaben + (Exporte -
Importe)! Im 3. Quartal betrug das aufs Jahr hochgerechnete reale BIP
11,72 Billionen Dollar bzw. das nominale BIP 14,43 Billionen Dollar.
Quelle Chart: Markt-daten.de
Während das nominale BIP auch
alle Preisveränderungen erfasst, werden beim realen BIP die
Preisveränderungen (Inflation) mit Hilfe des BIP-Deflators bereinigt.
Der BIP-Deflator lag diesmal ganz im Gegensatz zum Vorquartal mit +4,1%
ansatzweise realistisch hoch, nach lächerlichen +1,3% in Q2! Diesmal
erschien den Statistikern die krisengeplagte Lage wohl zu brisant, um
wie im vorangegangenen Quartal das BIP mit einem niedrigen BIP-Deflator
ins Plus zu hieven.
Verantwortlich für das sinkende reale BIP
im 3. Quartal sind vor allem die gesunkenen Konsumentenausgaben von
-3,1%, der erste Rückgang seit 1991 und zugleich der größte prozentuale
Einbruch seit 28 Jahren!
Besonders gravierend ist dabei, dass
das frei verfügbare Einkommen der US-Verbraucher im 3. Quartal 2008 um
-8,7% fiel, dies ist der größte prozentuale Quartalseinbruch seit
Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1947!
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