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Sonntag, 16. November 2008 |
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Seite 1 von 3 Unbeeindruckt und resistent gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise
erweist sich der OTC-Derivate-Markt! Dies zeigt, dass das Game Over für
die Verursacher der Finanzkrise noch nicht gekommen ist. Das
spekulative Bankensystem erklimmt, dank Notenbanken und staatlichen
Bailouts, immer noch neue Höhen!
Die Bank for International Settlements (BIS), welche als Bank der
Zentralbanken fungiert, teilt in ihrem Derivate-Halbjahresbericht 2008
die neuesten Daten zum Casino der unregulierten
Over-the-Counter-Finanzwetten mit. Die Spekulation brummt ungemindert
weiter und erreicht mit einem ausstehenden nominalen Volumen von 683,7
Billionen Dollar einen neuen Rekord. Ein Plus von 15% zum Ende 2007,
von 33% zum Vorjahreshalbjahr und ein Plus von 66% zu 2006!

Chart: Die besorgniserregende Entwicklung der OTC-Derivate, von 95 Billionen
Dollar im Jahr 2000 auf ein unhaltbares Volumen von 683,7 Billionen
Dollar!
Beim Handel mit Credit Default Swaps (CDS), ob nun als
Absicherung gegen potentielle Verluste aus Krediten, oder als
Spekulation auf Zahlungsausfälle, kam es das erste Mal zu einer kleinen
Schrumpfung des Marktes von -1% im Vergleich zu Ende 2007. Dies
bedeutet aber immer noch +35% im Vergleich zum 1. Halbjahr 2007, wie
die Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich anzeigen. Die
gefährlichen Kreditderivate (Counterparty Risk-Ausfall der Gegenpartei)
haben nun -Stand 1. Hj. 2008- ein ausstehendes Volumen von nach wie vor
gewaltigen 57,325 Billionen Dollar! Die International Swaps and
Derivatives Association (ISDA) gab in ihrem Halbjahresbericht das
ausstehende Volumen der CDS mit 54,6 Billionen Dollar an.
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