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Die Mutter aller Spekulationsblasen |
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Donnerstag, 25. September 2008 |
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Seite 1 von 3 Um die Dimension der Finanzkrise zu begreifen und deren Fortgang zu analysieren, muss man immer wieder einen Blick auf den Hauptverursacher, die US-Immobilienblase, werfen. Weder die steigenden Bevölkerungszahlen noch die steigenden Baukosten konnten auch nur ansatzweise so eine Explosion bei den Preisen von Eigenheimen (rote exponentielle Linie) rechtfertigen.
 CHART im Grossformat
Long Term Trend in Home Price, Chart von Robert Shiller, Quelle: Standardandpoors.com
Die nominalen medianen Preise für Neubauten sind von 1975 mit 39'300 Dollar um fulminante +654% bis zu ihrem Hoch im April 2006 mit 257'000 Dollar gestiegen. Im gleichen Zeitraum explodierte nach den Daten der US-Notenbank FED, Flow of Funds Accounts, Seite 16 das Volumen der ausstehenden Immobiliendarlehen der privaten Haushalte um +2317% von 459 Mrd. Dollar in 1975 auf 10,631 Billionen Dollar in Q2 2008.
Somit ist klar verdeutlicht, dass die gesamte Preisexplosion am Immobilienmarkt nur kreditgetrieben war, niedrige Zinsen, laxer und exzessiver Kreditvergabe sei Dank! Die gerne kolportierte Aussage von Greenspan, dass man Spekulationsblasen erst bei ihrem Platzen erkennen kann, erweist sich als eine beschämende Ausrede!
Deutlich wird die Größe der Spekulationsblase auch, wenn man die Häuserpreise den Einkommen der privaten Haushalte gegenüber stellt.

Ratio zwischen den Preisen der bestehenden Häuser und dem durchschnittlichen Einkommen der privaten Haushalte.
Das Ratio (Verhältnis) der medianen Häuserpreise zu den medianen Einkommen der privaten Haushalte lag zwischen 1980 und 2000 bei knapp über 3. Ab dem Jahr 2001 startete das Ratio durch, einhergehend mit den niedrigen Zinsen und dem Absenken der Kreditvergabestandards. Ende 2007 lag das Ratio bei den neuen Eigenheimen bei 4,93 und bei den bestehenden Häusern bei 4,36. Um sich an den langfristigen Durchschnitt annähern zu können, müssten die Immobilienpreise noch um mindestens 30% fallen.
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