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Wohin nur mit dem ganzen Geld? |
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Donnerstag, 12. Juni 2008 |
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Seite 1 von 3 Weltweit sind Kursverluste an den Aktienmärkten zu erkennen. Es ist schon interessant, der Dax fällt und der Bund-Future fällt auch. Eigentlich untypisch. Normalerweise wird Sicherheit gesucht, wenn die Aktienmärkte einbrechen. So entsteht zumindest im kurzfristigen Bereich eine inverse Korrelation zwischen diesen beiden Märkten. Aber an den Rentenmärkten wird zurzeit Inflationsangst gespielt. Also stehen beide Indizes auf der Verkäuferseite – hier werden zurzeit offenbar massiv Mittel abgezogen.
Warum steigt Gold nicht weiter an?
Wenn die Rentenmärkte aber doch Inflationsangst spielen, warum steigen eigentlich der Goldpreis und die anderen Edelmetallpreise nicht massiv an? Gut, da der Dollar Stärke zeigt, kann man hier einen Zusammenhang hineindeuteln: Die Stärke des Dollars ist die Schwäche im Gold. Doch eigentlich müssten im Goldpreis die Inflationssorgen diesen Effekt überkompensieren. Das geschieht nicht. Also offenbar kommt es auch hier zu Mittelabflüssen. Der Dollar steigt, weil auf steigende Zinsen in den USA spekuliert wird. Da das Zinsgefälle zwischen den USA und dem Euroraum immer noch eindeutig zu Gunsten des Euros notiert, zudem auch die EZB von Zinserhöhungen geredet hat, kann dieses Argument nicht wirklich überzeugen. Vielleicht wird auch hier nur Geld aus ehemaligen Euro-Spekulationen abgezogen. Wo geht das Geld nur hin?
Schaut man sich das alles an, hat man den Eindruck, Geld wird überall massiv aus den Märkten abgezogen. Wenn man einen übergreifenden Geldabfluss beobachtet, muss man immer vorsichtig werden. Ein Grund kann sein, dass die Banken ihr Tafelsilber „versilbern“, um an Liquidität zu kommen. Schließlich ist es für Banken immer noch nicht so leicht, an frisches Geld zu kommen. Doch das allein kann diesen Mittelabfluss nicht erklären. Für uns ist auch wesentlich wichtiger herauszufinden wo das Geld hinfließt? Eins ist sicher, auf den Konten wird es nicht lange bleiben. Schließlich verliert es dort bei den aktuellen Inflationsraten von Tag zu Tag an Kaufkraft, sprich Wert. Welche Märkte werden also bald vom weltweit vagabundierenden Geld heimgesucht? Welche Anlageklasse wird profitieren? Es ist unsere Aufgabe, das rechtzeitig herauszufinden. Dazu müssen wir die Entwicklungen in den nächsten Wochen genau beobachten, um den Zug nicht zu verpassen. Keine Alternative zum Aktienmarkt
Das Problem ist nur, ich sehe im Moment keine Alternativen zum Aktienmarkt. Rohstoffe sind eigentlich durch, China auch, Anleihemärkte sind auch nicht der Hit, wenn man mit einer Inflation rechnet. Was bleibt also? Eigentlich nur der Aktienmarkt.
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