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Montag, 12. Januar 2009 |
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Seite 1 von 4 Der Weltwirtschaft droht eine unter Umständen lange und tiefgreifende
Krise. Niemand weiß, ob die Konjunkturprogramme und die vielen anderen
Maßnahmen reichen werden, um diese abzuwenden. So ist es nur natürlich,
dass sich viele Menschen fragen, wie man sein Vermögen vor einer
solchen Krise schützen kann. Gerade die Bankenkrise hat gezeigt, dass
auch unser scheinbar so sicheres Geldsystem in letzter Konsequenz alles
andere als sicher ist.
Kein Wunder also, dass Gold aktuell wieder zum Thema wird. Gerade im
Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise kam es sogar zeitweise zu
Engpässen im Zusammenhang mit der hohen Nachfrage nach physischem Gold. Die fast perfekte Krisenanlage Gold
als Medium, um Krisen finanziell zu überleben macht dabei wirklich
Sinn. Es gibt kaum etwas anderes, dessen Wert über 6.000 Jahre lang
eine derartige Beständigkeit gehabt hätte. Selbst wenn die Währungen
einbrechen, die Aktienkurse in den Keller rutschen, wenn Staatsanleihen
nicht mehr zurückgezahlt werden - wer Gold besitzt (und diesen Besitz
auch zu schützen weiß) wird seine Zahlungsfähigkeit erhalten. Wie der
ehemalige US-Notenbankgouverneur Alan Greenspan es einmal formulierte:
„Gold wird immer akzeptiert und ist daher die ultimative Form der
Bezahlung“. Allerdings gehöre ich nicht zu den Menschen, die
einfach blind eine Anlage empfehlen, frei nach dem Motto: Was einmal in
Krisenzeiten gut war, wird auch immer gut sein. Es wundert doch ein
wenig, dass Gold trotz der weltweit starken physischen Nachfrage und
trotz des Ausmaßes der aktuellen Krise kein neues Hoch ausbilden
konnte. Gold hält sich im Vergleich gut Sicher, im
Vergleich zur Entwicklung anderer Edelmetalle hat sich Gold bisher ganz
gut gehalten. Es verlor vom Hoch im März 2008 bis zum Tief im Oktober
"nur" lediglich 33 % an Wert. Trotzdem, was ist los mit Gold?
Besonders, wenn man einmal den volatilen Dollar außen vorlässt und sich
Gold einmal in Euro anschaut, erkennt man, dass sich der Goldpreis seit
Ende 2007, also mit dem Anfang der Immobilien- und Kreditmarktkrise in
einer Seitwärtsbewegung zwischen 520 und 650 Euro befindet.

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