Hedge Fonds: Wie alles begann
Samstag, 1. September 2007
Den ersten Hedge Fund im heutigen Sinne begründete 1949 Alfred Winslow Jones (1901–1989), ein Finanzjournalist des "Fortune"- Magazins in New York. Zwei Elemente seiner Investment-Personengesellschaft waren neu: Leerverkäufe (Short Selling) und Fremdkapitalaufnahme (Leverage). Die Leerverkäufe ermöglichten es erstmals, nicht mehr nur von steigenden Marktentwicklungen abhängig zu sein. Bei Leerverkäufen veräussert der Verkäufer Wertpapiere, die er noch gar nicht besitzt, und spekuliert somit auf fallende Preise. Mit dieser neuen Vorgehensweise war der Schutz vor Marktrisiken geboren. Neu galt es nicht mehr nur unterbewertete Aktien zu finden, sondern auch überbewertete Titel.

Trotz solider Performance fand seine Strategie an der Wall Street lange keine grossen Nachahmer. Erst als in der Fachpresse ein Artikel über seine Outperformance zwischen 1956 und 1965 erschien, erwachte das Interesse. In den folgenden zwei Jahren entstanden über 100 Hedge Funds. So richtig bekannt wurde aber nur einer: der Quantum Fund von George Soros und seine Milliarden-Wette gegen das englische Pfund. Für Schlagzeilen sorgte auch der LTCM-Fund, welcher 1998 die damalige SBG (heute UBS) zur Fusion mit dem Schweiz. Bankverein nötigte. Mehr zur Geschichte der Hedge Fonds gibt es bei Crédit Suisse .

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RSS Kommentare Kommentare (2)

Geschrieben von: fondsinteressent website, am 12-01-2009 09:31
Also ich kann mir nicht helfen, aber ich misstraue Anlagearten, die mit Fremdkapital ihre Investitionen finanzieren. Ich kann mit Geld, was ich nicht besitze, doch nicht spekulieren...das wiederspricht doch dem normalen Menschenstand.

Geschrieben von: INVESTMENTBERATER website, am 21-03-2009 14:24
Es ist wahrlich eine Tragödie, dass die Möglichkeiten, Fremdkapital bei Investitionen einzusetzen, immer wieder falsch verstanden werden. Wenn wir eine Beschleunigung von Projekten und Innovationen zu Gunsten der Effizienz, Entwicklung und gerechteren Wohlstandsverteilung auf der Welt erleben wollen, dann können kreditfinanzierte Investitionen Wunder wirken (siehe Microkredite). Hedgefonds haben die phantastische Aufgabe, schnell und effizient eben solche Potentiale zu erschliessen. Der Staat und die breite Masse der Anleger sind vielzu träge und konservativ, solche Chancen zu erkennen. Das Problem ist u.E. vielmehr die Tatsache, dass Banken i.d.R. die Kreditgeber sind, und diese haben erst ab Grössen von 200m Assets+ den grössten Hedgefonds solche Linien einräumen. Dass davon nun einige gescheitert sind, wird zu Unrecht der gesamten Branche zu Last gelegt. Was wir brauchen, ist ein breites Private Equity Denken mit Krediten für kleinere innovative Hedgefonds. Die uns bekannten Fondsbotiquen hätten jedenfalls mit Fremdfinanzierung in 2008 noch bessere Ergebnisse erzielt als sie sowieso schon erreicht haben...


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