Ist der Euro noch zu retten? Selbstverständlich, sagen die einen,
Niemals!, entgegnen die anderen. Die Meinungen gehen diametral
auseinander, gemeinsam ist aber das Gefühl der Ohnmacht. Jeder ist
überzeugt, Opfer einer Entwicklung zu sein, zu der er nichts
beigetragen hat. Das kann natürlich nicht sein, denn wo Opfer
sind, müssen auch Schuldige sein. Doch wo sind sie?
Fragt man einen Deutschen, dann sagt er der Grieche. Fragt man einen
Griechen, dann sagt er die EU. Fragt man einen Politiker, dann sagt er
die Banken. Fragt man einen Investmentbanker, dann sagt er die
Ratingagenturen. Kurzum; Schuld sind immer die anderen!
Hinter der Schuldzuweisung steckt die Ueberzeugung, der andere habe
absichtlich etwas Falsches getan. Dadurch wird das Böse gleichzeitig
erschaffen und von sich weg gewiesen. Von nun an bedroht es seinen
Schöpfer. Es macht ihm Angst.
Sie glauben, das sei verrückt?
Dann achten Sie darauf, wie oft Berichte über ein an sich rationales
Problem mit Begriffen wie Sünde, Strafe und Schuldzuweisungen
durchsetzt sind.
Mir fiel das zum ersten Mal richtig während
der Finanzkrise im Jahr 2009 auf. Danach machte ich eine Blogpause. Ich
wollte wissen, was es mit dem Begriff Schuld auf sich hat. Klar war mir
damals schon, das Geld aus Schulden entsteht, doch das war nur die
Spitze des Eisbergs. Recherchen über Recherchen folgten. Entstanden ist
daraus ein Buch, das sich zu meiner eigenen Ueberraschung um das Thema
Gesundheit dreht. Das Resultat davon nehme ich schon mal vorweg;
Schuldgefühle machen krank, Mitgefühl heilt.
Wer es etwas ausführlicher mag, der kann das Buch zum Preis von Euro 14.90 (Amazon ) oder Fr. 21.90 (Buchhaus) erwerben.
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vergessen, die Versandadresse bekannt zu geben. Die Lieferung erfolgt
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Und fast hätte ich es vergessen. Der Titel heisst "Bist Du noch Opfer oder vergibst du schon". Artikel kommentieren | Zu Favoriten hinzufügen (0) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 4251
Geschrieben von: Mindtrap, am 13-12-2011 19:15 "Schuldgefühle machen krank..." - Ich habe nicht das Gefühl, das heutzutage die Richtigen unter Schuldgefühlen leiden. "Dann achten Sie darauf, wie oft Berichte über ein an sich rationales Problem mit Begriffen wie Sünde, Strafe und Schuldzuweisungen durchsetzt sind." - Da achte ich wirklich drauf. Siehe Neiddebatte. Da wird Schuld ausgeblendet, um der eigener Verantwortung ein schattiges Dasein zu gönnen. Und den Falschen wird die Schuld in die Schuhe geschoben, damit die sich daran abarbeiten können und nicht wirklich nachdenken. Vllt kannst Du bei Vorhandensein eine Rezension posten oder einen verlängerten Querschnitt Deines Buches. Diese Kurzvorstellung klingt mir (leider !) irgendwie gar nicht passend zu diesem Blog. Natürlich kann ich mich irren...^^ Geschrieben von: HRR, am 13-12-2011 20:09 @Mindtrap Vorschlag: Ich schenke dir das Buch und du schreibst eine Rezension. Wenn du damit einverstanden bist, dann sende mir deine Adresse an
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Geschrieben von: Michael, am 13-12-2011 22:47 Wer hat wofür die Schulden gegen Zinsen aufgenommen? Bei den Amis der "Staat" um damit überwiegend Kriege zu finanzieren, um damit "Wachstum" zu generieren. In €uropa die Regierungen um damit den Sozialstaat zu finanzieren. Das ist nichts anderes, als ihre eigene Macht "demokratisch" zu kaschieren. Jetzt sind wohl etwas zu hohe Schulden und Zinsen aufgelaufen. Die Schlußfolgerung ist klar. Ein Weltkrieg muß her, oder der "Sozialstaat" geschliffen werden. Die Gilde der Finanzwirtschaftler sind Randfiguren. Wenn die Gläubiger den Schuldnern keinen Kredit mehr gewähren, steigen die Zinsen oder die Zentralbank manipuliert das durch "Aufkäufe", wie in den USA und UK. Auch die SNB manipuliert die Wechselkurse. Im Prinzip ist es eine (nicht unbegründete) Vertrauenskrise in das "Papiergeld", das logischerweise nur Papier, im Zweifelsfalle aber kein Geld ist. Ich erkenne keine Täter oder Opfer, sondern nur Dumme, die den "Banken" ihre Ersparnisse überliessen. Aus deren durch die Banken x-fach gehebelten Zinsforderungen folgte der irre Wachstumszwang. Die Forderung nach immer mehr "sicheren" Anleihen. Obwohl die mit sinkenden Masseneinkommen immer unsicherer werden mußten. An dieser Stelle beißt sich die Katze in den Schwanz. Das ist eine hysterische Veranstaltung. Letztlich sind einige Schuldner zahlungsunwillig, nicht zahlungsunfähig. Denn sie haben die Mittel selbst in der Hand die Mißstände abzustellen. Sie bilden sich ein, immer mehr auf Kosten anderer schmarotzen zu dürfen. Der Zahn wird ihnen gezogen, oder das "Geld" löst sich in das auf, was es ist. Nichts als ein Zahlungsversprechen der Schuldner. Halten die das nicht, ist das "Geld" über Nacht wertlos. Diese "Ankäufe" darf man durchaus als Entwertung auffassen. Die Schuldigen werden früher oder später auf die eine oder andere Art gelyncht werden. Das war in der Geschichte des Papiergeldes nie anders.  Geschrieben von: HRR, am 13-12-2011 23:07 @Michael Code: Die Schuldigen werden früher oder später auf die eine oder andere Art gelyncht werden. Wenn du einen anderen als schuldig bezeichnest, dann fühlst du dich als ein Opfer. Auch wenn du dir dessen nicht bewusst bist.Geschrieben von: Bernd , am 14-12-2011 23:10 Also wenn schon unbedingt "Schuldige" gesucht werden, dann findet man die wohl am besten wenn man in einen Spiegel blickt. Wie ich schon im Artikel „Das Geldsystem ist schuld“ geschrieben habe, bin ich der Meinung dass es uns (westliche Industriestaaten) grundsätzlich gut geht. Aber ich glaube auch, dass wir verlernt haben, dass Dinge einen grundlegenden Wert haben und dieser Grundwert ist verloren gegangen. Es gibt nur mehr einen „Preis“ und dieser wird eigentlich immer weiter durch unsere eigene „Schuld“ reduziert. Jeder will für das was er haben will möglichst wenig zahlen aber andererseits will jeder für seine eigene Leistung möglichst viel erhalten. Das ist ein grundsätzliches Dilemma welches notgedrungen zu den derzeit existierenden Problemen führen MUSS. Die Unternehmen sind gerne dazu bereit durch immer stärkere Preiskämpfe unseren Wunsch nach immer billiger zu erfüllen – dass hierbei dann die Gehälter der Arbeitenden entsprechend verringert werden müssen ist logisch. Das wir auf dem Weg zu billigen Nahrungsmitteln, billiger Kleidung, billiger Energie eine Spirale lostreten scheint einfach nicht wirklich bewusst zu werden. Gerde hier in Deutschland ist die „Geizmentalität“ besonders ausgeprägt. Ich kann mich eigentlich noch immer zu Tode ärgern, dass die Regierung selbst gegen zu hohe Energiepreise den Vorschlag machte eben den Anbieter zu wechseln. Wie sollen Anbieter untereinander auf einem vorhandenem Strommarkt konkurrieren außer dadurch, dass Sie eben Service oder Bezahlung der Mitarbeiter entsprechend verringern? Wir nutzen all die billigen Angebote und schimpfen auf den Staat der nicht in der Lage ist einen vernünftigen Haushalt zu erstellen – vergessen aber dabei, dass eigentlich fast alles was wir billig kriegen dann durch staatliche Leistungen wider zusätzlich bezahlt werden muss. In Deutschland sind es vor allem die Niedriglohnempfänger, bei denen die Unternehmen eben gesetzlich erlaubt einsparen können – was diese Leute an Lebensunterhalt wirklich brauchen wird dann sowieso über soziale Hilfen entsprechend ausbezahlt. Und so bleiben eben doch wir alle die „Schuldigen“ – keiner will Niediglohnempfänger sein, aber alle wollen von den billigen Leistungen dieser Leute profitieren. Noch funktioniert dies, weil wir in den westlichen Ländern immer noch „reich“ sind und eine eigentlich wohlhabende Mittelschicht haben. Aber so nach und nach wird eben diese Mittelschicht immer kleiner – und was übrig bleiben wird ist eine wohlhabende Oberschicht und die große Masse an Menschen die in dem derzeitigen System nicht mehr vom Staat „versorgt“ werden wird. Einfach weil der Staat dies unter dem gegebenem System nicht mehr leisten kann. Geschrieben von: Name, am 26-05-2012 16:49 Leider ergibt schon dieser kurze Text hinten und vorne keinen Sinn. Erstens sind es zwei völlig verschiedene Dinge, sich als Opfer zu fühlen und tatsächlich eins geworden zu sein - oft fällt aber eben beides zusammen, z. B. bei Gewaltopfern. Die Erfahrung loszulassen - ob man das nun "Verzeihen" nennt oder nicht - ist aber in jedem Fall ein guter Schritt. Zweitens, und diese Differenzierung wird Ihnen sicherlich noch größere Mühe machen: Ein Opfer kann ein Opfer SEIN (und sich nicht nur so fühlen) unabhängig von der Intention des Täters. Mit dem Satz "Hinter der Schuldzuweisung steckt die Ueberzeugung, der andere habe absichtlich etwas Falsches getan" demonstrieren Sie, dass Ihnen das nicht im Mindesten bewusst ist. Schade, denn so können Sie keine Stellung nehmen zu Fällen, in denen z. B. jemand von seinen schwer alkoholabhängigen Eltern jahrelang verprügelt wurde - diese Person ist unbestreitbar ein Opfer und seine Eltern haben sich schuldig gemacht, auch wenn sie ihn nicht absichtlich zerstören wollten. Ups, Sie schreiben nur über den Finanzsektor? Nein, in Ihrem Buch geht es um GEsundheit, oder? Wie gesagt, der Beitrag ergibt nicht den geringsten Sinn. Geschrieben von: HRR, am 26-05-2012 18:21 @Name Ein verprügeltes Kind ist ein verprügeltes Kind. Zum Opfer wird es laut Strafgesetzbuch erst, wenn eine Schuld vorliegt, d.h. ohne Schuld kein Opfer. Opfer sein oder sich als Opfer fühlen kann man sich in diesem Kontext aber auch dann, wenn man selbst gerichtet hat: "Du bist schuld! Das Wetter ist schuld! Gott ist schuld!" usw. Es ist die Schuldzuweisung (Das hätte nicht passieren dürfen!), die die Vergangenheit lebendig erhält. Das heisst, im eigenen Kopf wiederholt sich die Prügelei tausendfach, obwohl sie längst vergangen ist. Mehr dazu im Buch. Das Thema Gewalt nimmt dort einen prominenten Platz ein. Artikel kommentieren
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