Theorie und Praxis sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Das wissen wir
spätestens seit die Wirtschafts-Nobelpreisträger Scholes und Merton ein
Jahr nach der Verleihung mit dem Scheitern ihres LTCM-Fonds die
Finanzmärkte an die Klippe führten. Theoretisch mag auch der neueste
Blogeintrag von Neo-Nobelpreisträger Krugman richtig sein, praktisch
schreibt er einfach nur Unsinn.
Die weitherum unbestrittene These, dass ohne starken Mittelstand eine
Wirtschaft nicht rund laufen kann, entgegnet der Herr Professor, dass
dies im streng ökonomischen Sinne falsch sei. Als Beispiel führt er New
York City in den letzten zehn Jahren an. Dort habe die Wirtschaft sehr
gut von hochbezahlten Typen an der Wall Street gelebt. Das sei eine
Demonstration gewesen wie die Ausgaben von wenigen Priviliegierten für
200-$-Diners und luxuriöse Hotels massenhaft Jobs kreierten.
Ich
habe keine Ahnung, wie Paul Krugman Oekonomie definiert, meine
Definition ist es auf jeden Fall nicht. Okay, ich bin auch kein
Nobelpreisträger, aber sicher näher beim Mittelstand als der
renommierte Pauli. Seine These, die sich offensichtlich nur an
Zahlenmodellen orientiert, widerspricht allem, was wir von den
Sozialwissenschaften her kennen. Dort wurde schon längst bewiesen, dass
Reichtum, Glück und Zufriedenheit eine relative Grösse sind, relativ im
Vergleich zu den Mitmenschen.
Je grösser also der Mittelstand,
desto mehr Menschen gibt es, die relativ gesehen zufrieden sein können.
Beim New Yorker-Modell von Krugman dient die grosse Masse als
Zulieferer für eine Feudalwirtschaft. Sie sieht sich im Vergleich als
Verlierer. Was daraus entstehen kann, erleben wir aktuell in
Griechenland. Die Angst vor solchen Krawallen macht aber auch die
Privilegierten nicht glücklich. Deshalb ist die weitherum unbestrittene
These, dass ein starker Mittelstand auch gut für die Wirtschaft sei,
richtig. Auch wenn man Krugman heisst, muss man das Rad nicht neu
erfinden.
Do we need the middle class? Die Tretmühlen des Glücks
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Geschrieben von: Brunnenkrug, am 18-12-2008 05:16 Dieser Krugman geht mir schon lange auf den Keks mit seinen "Weisheiten" . Endlich mal jemand, der wenigstens etwas von all seinem Stuss, den er laufend verbreitet, kritisiert. Geschrieben von: martin r, am 18-12-2008 06:55 "Dort habe die Wirtschaft sehr gut von hochbezahlten Typen an der Wall Street gelebt." Das ist ein perfide Lüge ! Diese Blutsauger haben im Gegenteil von der Wirtschaft gelebt : so schaut's aus. Geschrieben von: Holsten, am 18-12-2008 10:11 >dass ein starker Mittelstand auch gut für die Wirtschaft sei, richtigokratie nicht gut für das System wären, sondern eine faschistische Diktatur viel besser, wäre es nicht dann mal an der Zeit das System zu hinterfragen ? Geschrieben von: kosh, am 18-12-2008 14:06 Der liebe Onkel Lug- und Trugman Ein gutes Bsp. steht repräsentativ für ein Muster. Man greift also mit Vorteil rund um den Mittelwert irgendein Bsp. heraus und erklärt in etwa was man erklären wollte. AAAAber, kennt jemand noch ein anderes New York? Ich nicht! Es gab und gibt exakt ein einziges New York mit exakt einer einzigen Wallstreet mit exakt einer einzigen Dominanz, die ihresgleichen vergeblich suchte. Nicht weniger, aber auch nicht ein Jota mehr. Und so braucht man absolut überhaupt nichts von Wirtschaft zu verstehen um zu beurteilen, dass Lug- und Trugmans Aussage exakt null ökonomischen, dafür aber umso mehr politischen Wert beinhaltet. Von einer anfänglichen Alternative in Ermangelung "fähiger" Wirtschafts-"Wissenschaftler" entwickelt sich dieser Schleimer zu einer ausgewachsenen Propagandasäule seiner Zunft. Da nützt auch der Verweis auf ... - ... im streng ökonomischen Sinne falsch ... ... nicht aus der Bredouille, denn streng ökonomisch betrachtet ist so manches falsch, und doch liesse sich auch für das Gegenteil im streng ökonomischen Sinne ein Argumentarium aufbauen: aus http://de.wikipedia.org/wiki/Krugman - Sein Vater war Versicherungsmanager, sein Großvater ein jüdischer Einwanderer ... Ich habe bislang davon abgesehen, ihn mir Lichte von Mearsheimer & Walt vorzustellen, aber er macht es mir beileibe nicht einfach. Wieder einmal hat sich ein überkommen geglaubtes finanzpolitisches Muster bestätigt. Leider! Auf die Art wird dieses Volk den Mythos nie aus der Welt schaffen können, erst recht nicht, wenn einer der Ihren durch den Pseudo-Nobelpreis geadelt derart elitär daherschwafelt, dass er jedes Klischee im Nu bedient. Nun denn, bilden wir uns eben kollektiv ein, der Typ sei ein iranischer Mullah und murmeln gebetsmühlenartig "Terrorist", dann ist das auch politisch korrekt. Im Ernst, ich lese regelmässig Texte von sehr gebildeten Juden, denen ein Lug- und Trugman absolut nicht gerecht werden kann, die aber genauso darunter leiden werden, wenn sich die Geschichte des Auserwählten Volks fortsetzt. Die Amis auf Kurs Grüsse kosh Geschrieben von: Mittelständer, am 18-12-2008 20:12 Was wir definitiv nicht brauchen, sind die Pseudowissenschaftler ala Krugman. Geschrieben von: willi, am 19-12-2008 10:20 Die Realitätsferne scheint symptomatisch für die Branche zu sein: Im phylosophischen Quartett ging es neulich um die Finanzkrise und der "Aktien"-Mann sprach davon, dass alles kein Problem sei und im Moment nur Wertberichtigungen nötig seien. Koschorke -sein Gegnüber- sprach darauf etwas entsetzt von von Jobs die verloren gehen und Existenzen die bedroht seien. Die Kamera zeiget daraufhin das Gesicht von Rosens in Grossaufnahmen, das sein Gegnüber etwas ungläubig anstarrte, als hätte er zu ersten Mal von der Existenz einer Realwirtschaftaft gehört, in der es Menschen gibt, die von Arbeit leben und nicht vom Jonglieren mit Finanzprodukten. Artikel kommentieren
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