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"Peanuts" - Die Schneider-Immobilien-Pleite 1994 |
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Seite 2 von 2 In den folgenden Wochen wurde klar, wie
Schneider die Banken getäuscht hatte. Insbesondere die deutschen
Finanztitel hatten daraufhin unter einem massiven Vertrauensverlust und
dem Gespött der Öffentlichkeit zu leiden. Dies zeigte sich auch in den
Aktienkursen der betroffenen Banken, was die folgende Tabelle
wiedergibt:
| Konzern | Zeitraum | Verlust | | Deutsche Bank | (11.04.94-30.05.94) | - 9.46% | | Bankgesellschaft Berlin | (07.04.94-17.05.94) | - 15,72% | | HypoVereinsbank | (11.04.94-24.06.94) | - 16,28% | | Commerzbank | (02.05.94-27.06.94) | - 16,78% | | Dresdner Bank | (11.04.94-22.06.94) | - 18,33% | Im Mai 1995 erklärte
das zuständige Konkursgericht in Königstein eine Konkursquote für nicht
bevorrechtigte Gläubiger von 10 Prozent. Im gleichen Monat konnte
Schneider endlich in Miami aufgespürt und verhaftet werden. Nach seiner
Auslieferung im Februar 1996 begann am 30. Juni 1997 vor dem
Frankfurter Landgericht einer der spektakulärsten Wirtschaftsprozesse
der deutschen Nachkriegsgeschichte. Vertreter von über 50 deutschen
Banken waren als Zeugen geladen. Insbesondere die Frage, ob die Banken
eine Mitschuld träfe oder nicht, beschäftigte dabei das Gericht.
Immerhin waren offenkundigen Anzeichen für Fälschung und Betrug
übersehen worden.
Das Gericht kam zum Schluss, dass die Banken
sehr wohl eine Mitschuld trugen, immerhin hatte deren Sorglosigkeit,
Fahrlässigkeit und in Einzelfällen sogar Dummheit den Betrug durch
Schneider gerade erst ermöglicht und sogar provoziert. Aufgrund der
Fahrlässigkeit der Banken, bekam der Angeklagte schließlich am 23.
Dezember 1997 auch ein überraschend mildes Urteil als er wegen Betrugs,
Kredit- und Urkundenfälschung zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren
und neun Monaten verurteilt wurde. Bei den Banken selber gab es dagegen
kaum Konsequenzen aus dem Skandal. Ein paar Verantwortliche mussten
ihren Posten räumen, aber niemand wurde strafrechtlich verfolgt, obwohl
das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen feststellte, dass allein die
Deutsche Bank in 15 Fällen gegen das Kreditwesens- und
Hypothekenbankgesetzes verstoßen hatte. Immerhin wurden als Reaktion
auf das Debakel bei der Deutschen Bank neue Standards eingeführt, die
einen zweiten Fall Schneider in Zukunft verhindern sollen. Schneider
selbst kam im Dezember 1999 vorzeitig wieder frei und betätigte sich
mittlerweile als Buchautor.
Kurz nach dem Skandal um Jürgen
Schneider rückte ein anderer Mann in den Fokus der Öffentlichkeit. Der
junge Finanzmakler Nick Leeson hatte Anfang 1995 durch
Fehlspekulationen die traditionsreiche Barings-Bank in den Ruin
getrieben.
15.09.2002 08:01 © boerse.de
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Erhalten von: mal nicht obama. « fluechtige notizen , am 20-01-2009 23:03 (PB) [...] ich da irgendwo eine stimme aus der vergangenheit leise “peanuts” [...] Erhalten von: WissensWerte: Wie funktioniert der Welthandel? - Seite 4 - politik.de - Portal für Politik und Diskussion / Forum / Community , am 16-11-2010 05:58 (PB) [...] Das sind Peanuts. Die Ernüsse haben aber heute drastischer Dimensionen als zur Zeit von Schneider. "Peanuts" - Die Schneider-Immobilien-Pleite 1994 - zeitenwende.ch Wer die Peanuts nicht ehr ist die Kokosnüsse nicht wert! Griechneland ist ja exemplarisch nur ein [...]
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