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Die britisch-südamerikanische Krise der Jahre 1825/1826 PDF Drucken E-Mail
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Die britisch-südamerikanische Krise der Jahre 1825/1826
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Bald stand kaum noch genügend Bargeld für die Bezahlung der nötigstens Dinge zur Verfügung. Nach Aussage eines Historikers soll Großbritannien in dieser Situation aufgrund des Bankrotts von bis dahin 73 Banken nur kurz vom Tauschhandel entfernt gewesen sein. Die Reserven der Bank of England waren bedrohlich zusammengesunken. Im Dezember 1825 hatte die Bank nur noch ungefähr 1.100.000 Pfund Sterling Gold in ihren Tresoren (zum Vergleich: 1843 betrug der Goldschatz der Bank 11.054.000 Pfd.St). Auch die damals ausschließlich vorhandenen Fünf- und Zehnpfundnoten der Bank of England neigten sich rapide dem Ende zu. Problematisch erwies sich nun die Tatsache, dass die Bank of England in einem Umkreis von 65 Meilen um London die einzige Bank war, die Noten emittieren durfte. Damit sollte die vorherrschende Stellung der Bank gesichert werden. Zum Glück fand sich im Tresor noch ein Posten Ein-Pfundnoten aus dem Jahr 1797. Diese Noten wurden mit Zustimmung der Regierung am 17. Dezember ausgegeben. Nur dadurch konnte die Bank den anhaltenden Ansturm von Zahlungsforderungen standhalten und das Vertrauen in die Wirtschaft langsam wieder herstellen. Einen weiteren entscheidenden Beitrag zur Rettung leistete der bekannte Bankier Nathan Rothschild, der in ganz Europa Münzen im Gegenwert von 10 Millionen Pfund organisiert hatte, um die Bank of England flüssig zu halten.

Dennoch forderte die Krise ihren Tribut. Insgesamt 145 Banken - darunter nahezu alle "country banks" - brachen zusammen. Der Edelmetallvorrat der Bank of England war dramatisch gesunken. Zunächst war die Krise nur in England und Südamerika zu spüren, doch bald schon breitete sie sich auf ganz Europa aus. Lediglich das auf anderen Grundsätzen beruhende schottische Banksystem (siehe hierzu auch die Krise der Jahre 1772/1773) kam relativ ungeschoren davon. Hier waren nur vier Institute betroffen. Der Absatz auf dem Kontinent kam dagegen fast vollständig zum Erliegen. Dies hatte wieder Auswirkungen auf Banken in Paris, Lyon, Leipzig und Wien. Italien und andere Märkte, die auf diese Finanzzentren angewiesen waren, mussten daraufhin ebenfalls ihre Handelskäufe reduzieren. Auch in Paris waren die Folgen zu spüren und verursachten letztendlich die Panik im Jahr 1828.

Image08.10.2001 09:29
© boerse.de


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