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Donnerstag, 30. August 2007 |
Wenn Larry Page und Sergey Brin irgendwo auf der Welt auf eine Bühne
klettern, ist Ausnahmezustand. Längst sind die Erfinder von Google, die
erfolgreichste Suchmaschine im Internet, Popstars geworden, scheinbar
unzerstörbare späte Kinder der New Economy, deren Geist sie mit dem
grandiosen Siegeszug ihres Produkts retteten über den Niedergang der
zahllosen Internet- und Start-up-Träume, die zu Beginn des Jahrtausends
zerplatzten.
Eigentlich wollten die beiden netten Jungs nur eine etwas
funktionstüchtigere Suchmaschine für ihre Universität basteln. Doch was
1997 in Stanford Studenten, Lehrern und Verwaltungsangestellten unter
Google zur Verfügung stand (Google, eigentlich Googol, ist der
mathematische Begriff für eine Riesenzahl, Brin und Page hatten ihn
versehentlich falsch geschrieben), wuchs nach der Firmenausgründung in
kürzester Zeit in den virtuellen Himmel. Mitte 2000 bereits erledigte
Google 15 Millionen Suchanfragen pro Tag, nur 10.000 waren es noch
Mitte 1998 gewesen. Anfang 2001 kletterte die Zahl auf 100 Millionen
Suchanfragen pro Tag, 10.000 pro Sekunde. Nach dem Börsengang im August
2004 wurde Google milliardenschwer. Im Sommer 2005 besaß jeder der
Firmengründer ein Reinvermögen von mehr als zehn Milliarden Dollar.
Heute ist „googeln“ als Verb im Duden aufgenommen, ebenso wie sich „to
google“ im angelsächsischen Sprachraum etabliert hat.
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