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Der Informant. Deep Throat. Die geheime Quelle der Watergate-Enthüller |
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Donnerstag, 30. August 2007 |
Bob Woodward verdankt seine Karriere als Ikone des
Enthüllungsjournalismus vor allem dem Mann, dessen Namen preiszugeben
er sich 33 Jahre geweigert hat -- bis die frühere Nummer zwei des FBI,
Mark Felt alias "Deep Throat", sich selbst der Welt als Woodwards
Watergate-Quelle offenbarte. Der Informant
liest sich wie ein Kriminalroman jener Sorte, der Woodwards und Carl
Bernsteins Enthüllungen seit Jahrzehnten immer wieder als phantastische
Vorlage gedient hatten. Tatsächlich, so kann man nach der Lektüre
sagen, steht die Wirklichkeit der Fiktion in nichts nach.
"Für uns",
schreibt Carl Bernstein in seinem Nachwort, "war es von entscheidender
Bedeutung, dass wir Felt nicht in den Rücken fielen oder gegen das
journalistische Prinzip verstießen, dass die Vertraulichkeit einer
Quelle zu wahren ist." Woodwards Buch dokumentiert die Hintergründe
einer Recherche, bei der Felt die zweifellos wichtigste, aber
keineswegs die einzige Quelle war. Und es dokumentiert eine
berufsethische Entschlossenheit, die angesichts immer massiverer
Anfechtungen heute kaum mehr aufrecht zu erhalten ist. Auch deshalb,
vor allem aber, weil der Autor nun, da er "Deep Throat" nicht mehr
schützen muss, über Details berichtet, die er damals aus guten Gründen
für sich behielt.
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