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Dienstag, 4. November 2008
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Was passieren MUSS
Seite 2
Sie sehen anhand der jüngsten Ereignisse, liebe Leser, dass, was passieren MUSS, auch passieren WIRD. Manchmal braucht es länger, als man erwartet hätte. Und häufig kommt es auch nicht genau so, wie man es erwartet hätte. Aber es ist eine Erleichterung zu wissen, dass die Schwerkraft immer noch funktioniert... was nach oben steigt, kommt immer noch irgendwann wieder runter.

Rückkehr zu den Mittelwerten, ist es ein weiteres altes Gesetz, dass immer noch gilt. Wenn irgendetwas außergewöhnlich wird, dann kann man darauf wetten, dass es irgendwann auch wieder zur Normalität zurückkehren wird.

Aber was bedeutet das für Aktien? Und wie sieht es mit Gold aus? Und mit dem Dollar?

Hey, Sie verlangen ganz schön viel von einer kostenlosen Veröffentlichung. Aber was soll's? Ich werde einige Vermutungen anstellen und die Leser daran erinnern, dass sie vermutlich nicht mehr bekommen, als das, wofür sie gezahlt haben:

Aktien kehren normalerweise irgendwann zu den Mittelwerten zurück, genauso wie alles andere auch. Dieser Mittelwert" liegt beim Dow, je nachdem, wie man ihn bemisst, bei 6.000 bis 9.000 Punkten. Aber Mr. Market kann ein gemeiner Zeitgenosse sein. Normalerweise veranlasst er, dass die Aktienpreise noch unter die Mittelwerte fallen, ehe er sie wieder loslässt. Das würde den Dow dann auf 5.000 Punkte... vielleicht auch nur auf 3.000 Punkte fallen lassen... ehe er schließlich den Tiefpunkt erreicht hat.

Aber ehe ich Vermutungen über Gold und den Dollar anstelle, will ich Ihnen noch etwas erzählen, was passieren MUSS.

Fische müssen schwimmen, Vögel müssen fliegen. Und die Regierungsvertreter müssen versuchen, noch mehr Liquidität in das System zu pumpen. Überall auf der Welt übernehmen die Regierungsvertreter das Kommando über die Situation. Nun, sie übernehmen das Kommando über die Banken... über Billionen von Dollar für die Finanzierung der Rettungsaktionen... die Zinssätze... und die Finanzregeln.

Am Donnerstag meldete Japan, dass man 5 Billionen Yen (ungefähr 273 Milliarden Dollar) für ein Stimulierungs-Paket" ausgeben wolle. Und genauso berichtete die Bank of Japan der Welt, dass man, die Zinssätze senken wolle. Diese Nachricht überraschte mich. Ich dachte eigentlich, dass Japan keinen Raum mehr hat, die Zinssätze zu senken. Aber die Bank of Japan gab trotzdem bekannt, dass man das letzte Bisschen, das dem Leitzinssatz noch bleibt, von 0,5% auf 0,3% senken wolle und dass Warenkredite von nun an mit 0,5% verzinst würden.

Im Gegensatz dazu bleiben der amerikanischen Zentralbank noch 100 Basispunkte, mit denen sie arbeiten kann. Und der amerikanische Kongress soll auch ein weiteres eigenes Stimulierungspaket planen - das mit Sicherheit in buntem Weihnachtspapier verpackt sein wird. Das Preisschild beziffert vermutlich weitere 400 Milliarden Dollar, erfahre ich von meinen Quellen.

Die Regierungsvertreter versuchen nicht nur, die amerikanische Wirtschaft zu retten, sie verleihen auch 120 Milliarden Dollar an eine Gruppe von anderen Ländern, um ihnen dabei zu helfen, die eigene Währung gegen Dollar einzutauschen. Soviel erfahre ich zumindest aus der Zeitung... die wirkliche Transaktion ist mir ein Rätsel.



 
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