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Freitag, 25. Juli 2008
Beitragsinhalt
Erheiternde Zeitungslektüre
Seite 2
Seite 3
Ach, liebe Leser, zuletzt habe ich fast gejapst...

Die Weltwirtschaft verlangsamt sich. Das weltweite Finanzsystem fällt auseinander.

Die gesamte Situation ist ein einziges Chaos... eine Katastrophe für die Investoren... eine Katastrophe für die Hausbesitzer... ein Waterloo für die Finanzindustrie. Aber das ist Gottes Gabe für uns.

Was ist es doch für ein Spaß, die Zeitungen zu lesen! So viel Unsinn! So viele Clowns! So viel Geschwätz... alles läuft genau so, wie ich es erwartet hätte.

Ich musste meine Ausgabe der Financial Times zur Seite legen. Ich machte mir Sorgen über innere Geschwüre. Abgesehen davon liefen mir die Tränen so sehr aus den Augen, dass ich kaum mehr etwas sehen konnte...

Zuerst... ist da Ben Bernanke auf der Titelseite, er sah eher ernst aus, als er zuletzt vor dem amerikanischen Kongress auftrat. Der arme Mann sollte erklären, was gerade vor sich geht. Was konnte er anderes sagen, als dass die Wirtschaft von zahlreichen Schwierigkeiten" befallen wird. Er musste, mit anderen Worten, den Politiker geben - den gewieften Dummkopf... und um jeden Preis verhindern, dass er etwas Sinnvolles oder Wahres von sich gibt. Sicher, es stimmt schon, dass der Wirtschaft Schwierigkeiten drohen, aber hinter der Beschreibung davon verbergen sich so viele Absurditäten... und so viele Fehler... und so viele Eitelkeiten und Halluzinationen.

Warum ist er nicht einfach direkt damit herausgerückt und hat erklärt, dass die Amerikaner über ihre Verhältnisse gelebt haben... und dass sie jetzt gezwungen sind, kürzer zu treten? Das ist genau das, was die Zahlen des Einzelhandels in der letzten Woche gezeigt haben - dass die Verbraucher nicht mehr genug Geld ausgeben. Was ist daran überraschend? Überhaupt nichts... ich spreche schon seit Monaten davon... sogar seit Jahren.

Aber die Nachrichten trafen die Wirtschaftler und die Finanzreporter wie ein UFO - sie wussten nicht, was sie davon zu halten hatten.

Es gibt auch ein Photo einer langen Warteschlange vor der Tür von IndyMac - Leute, die darauf warten, dass sie ihr Geld zurückbekommen. Mr. Bernanke hätte auch erklären können, was in der Finanzindustrie los ist. Die Banken der Wall Street... Fannie Mae... Freddie Mac... IndyMac... Bear Stearns und die gesamte Meute... haben ihr Geld verdient, indem sie Schulden an Leute verschachert haben, die schon zu viel hatten. Was haben sie sich gedacht... dass es auf ewig so weiter gehen würde?

Der Vorsitzende der Zentralbank hätte meiner Meinung nach uns allen einen Dienst erweisen können, wenn er sich mit dem Land ausgesprochen hätte.

"Schaut" hätte er vielleicht gesagt, "der Reichtum, den wir in den letzten Jahren genießen konnten, war größtenteils eine Illusion, er basierte auf Schulden, Fremdfinanzierung und Spekulation. Wir wissen alle, dass man nicht reich werden kann, wenn man mehr Geld ausgibt, als man einnimmt. Und man kann keinen wahren Wohlstand aufbauen, wenn man Geld leiht und es für Verbrauchsgüter ausgibt. Jetzt bezahlen wir den Preis für diese Fehler. Wir wollen einfach damit aufhören."



 
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