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Seite 1 von 4 Geben Sie dem Kapitalismus eine Chance.
Vergangene Woche war ich auf einer Geburtstagsfeier meines alten Freundes Lord Rees-Mogg. Ganz London war dort, z.B. Maggie Thatcher und David Cameron.
Ich hatte gehört, dass es Mrs. Thatcher nicht sehr gut ging, aber sie sah sehr munter aus... sogar unbeugsam... doch frage ich mich, wie sie sich wohl fühlte. Sie hat, zusammen mit Ronald Reagan so viel dafür getan, dass man den Kapitalismus befreit hat. Aber heute wird er wieder in seinen Käfig gesperrt.
All die großen Märkte der Welt befinden sich in einem großen Abschwung. Der schwerste Schlag war bislang der im Fernen Osten - den wir vergangene Woche auch wieder zu spüren bekamen. Unter den asiatischen Märkten scheint sich die Situation nur in Vietnam zu bessern. Die europäischen Märkte sind um 20% bis 25% gefallen. Aber Shanghai hat 40% eingebüßt... und Vietnam wurde um mehr als 50% gekürzt.
Auch am amerikanischen Aktienmarkt gab es in der vergangenen Woche nicht viel Bewegung. Fannie und Freddie sind tiefer ins Wasser gegangen und ihre Köpfe guckten kaum noch über den Wellen hervor. Öl hielt sich bei 145 Dollar.
"Die amerikanischen Maßnahmen für die Kreditnehmer beruhigen die angespannten Märkte", heißt es in einer Schlagzeile des Internationalen Herald Tribune. Die Rettung von Fannie Mae und Freddie Mac hat rund um den Globus Wellen geschlagen."
Die Financial Time schätzte die Situation anders ein. Amerikanische Banken leiden, während es den Finanzspritzen nicht gelingt, die Nerven zu beruhigen", beginnt die Titelgeschichte.
Und diese Interpretation ist am dichtesten an der Wahrheit... als der amerikanische Markt am vergangenen Montag öffnete, war der Dow um ein dreistelliges Maß gefallen.
"Die Zentralbank ist eingeschritten und hat versucht, Fannie Mae und Freddie Mac freizukaufen, aber es kursieren immer noch Gerüchte, dass nichts mehr übrig sein wird. Fügt man dazu noch die Übernahme von IndyMac durch FDIC hinzu, dann verlagert sich die Konzentration des Marktes immer stärker auf die Frage, wer als nächstes einknickt", sagt Marc Pado, ein amerikanischer Marktstratege bei Cantor Fitzgerald.
Trotz der Rettung von Fannie und Freddie, sind amerikanische Banken wie Washington Mutual and Cleveland's National City, immer noch auf dem Rückzug, nach dem Einrbuch von IndyMac. WaMu ist um 35% gefallen... National City stürzte um 27% ein.
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