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Und jetzt denken Sie einmal an die Leute, die von Bernie Madoff über den
Tisch gezogen wurden. Wie viel sind deren Kredite wert? Es gibt große Namen und
kleine Namen auf der Liste, darunter Japans Nomura Bank und Frankreichs BNP
Paribas. Die großen Banken werden wohl in der Lage sein, ihre Schulden zurück zu
zahlen. Aber wie sieht es mit den kleinen Kollegen aus... die Leuten, die ihr
gesamtes Eigenkapital hineingesteckt haben... vielleicht einige Millionen... in
der Hoffnung, von Madoff die versprochenen Erträge zu erhalten.
Das ist das Problem mit der Fremdkapitalaufnahme. Sie funktioniert sowohl
wenn sie kommt, als auch wenn sie geht. Wenn eine Wirtschaft wächst... dann
wirkt das Fremdkapital wie heißes Gas. Selbst eine kleine Menge dehnt sich sehr
schnell aus. Aber wenn die Blase ein Leck schlägt, dann verschwindet das Gas.
Die Verluste des einen treffen die Bilanzbögen von Unternehmen und Bankern in
der gesamten Stadt. Das gesamte System schrumpft. Und plötzlich fällt es vom
Himmel wie die Hindenburg.
Und genau das passiert gerade. Bloomberg berichtet, dass es kein Signal dafür
gibt, dass die Kreditbedingungen leichter würden, trotz der Bemühungen der
Zentralbank, das Geld zu verschenken. Stattdessen verlangsamt sich alles... es
schrumpft... verliert Luft.
Die Leute kaufen keine neuen Autos mehr. Also heißt es von Chrysler, man
wolle die Fabriken einen Monat lang stilllegen. Was als ein schickes Le Mans
Autorennen angefangen hat, wird jetzt zu einem Zerstörungsrennen. Die Preise für
Immobilien in Detroit brechen massiv ein. Die Zulieferer der Automobilindustrie
müssen Schläge einstecken. Arbeitslosenzahlen in Michigan steigen auf ein
Krisenniveau.
Die Leute können sich noch nicht einmal mehr leisten, eine Zeitung zu kaufen.
Eine Zeitung aus Detroit sagt, sie wolle nur noch dreimal in der Woche
ausliefern. Es gibt kaum ein Unternehmen oder einen Haushalt in der Gegend um
Detroit, das oder der nicht von der Krise betroffen ist.
Gleichzeitig gab Kalifornien bekannt, dass man Projekte im Wert von 3,8
Milliarden Dollar vorübergehend stoppt. Goldman Sachs berichtet, dass die
Prämien in diesem Jahr um 80% geringer ausfallen werden als im Vorjahr. Bristol
Myers sagt, man will 10% der Arbeiterschaft entlassen. Yales Stiftung liegt um
25% niedriger und Mexikos Cemex - einer der größten Zulieferer für
Zementprodukte der Welt - sagt, dass die Verkaufszahlen in diesem Quartal um 23%
eingebrochen sind.
Und so geht es immer weiter... Tag für Tag. Man schränkt sich ein...
man reduziert... man verkleinert sich.
Und Sie können sich sicher vorstellen, was das für die Märkte bedeutet. Die
Aktien sind am Dienstag in die Höhe geschossen, nachdem die Nachricht über die
Zinssenkung kam. Am Mittwoch hatten die Investoren Zeit, darüber noch einmal
nachzudenken und der Dow ist um 100 Punkte gefallen.
Öl ist auf unter 40 Dollar gefallen. Ein Bericht von Goldman sagt, Öl wird
auf 30 Dollar fallen, ehe es die Talsohle erreicht hat.
Aber das wirkliche Geschehen spielt sich am Währungs- und am Goldmarkt ab.
Der Dollar ist Mitte vergangener Woche stark eingebrochen, es ist der größte
Einbruch in zehn Jahren. Der Euro ist auf 1,43 Dollar gestiegen.
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Erhalten von: Blick Log » Madoff, der Schneider für den Kaiser ohne Kleider , am 26-12-2008 23:49 (PB) [...] einzig wirklich guten Kommentar zum Fall Madoff habe ich am Freitag gelesen. Bill Bonner hat ihn in Zeitenwende.ch veröffentlicht und trifft den [...]
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