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Die idiotischste Fehlkalkulation aller Zeiten PDF Drucken E-Mail
Montag, 7. Juli 2008
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Die idiotischste Fehlkalkulation aller Zeiten
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Bislang ist allein in diesem Jahr der Preis für Rohöl um 40% gestiegen. Er ist heute um 100 Dollar höher als zu der Zeit, zu der die Neokonservativen Amerika in den Krieg gegen den Irak führten. Jeder Amerikaner verbraucht 25 Barrel Öl im Jahr. Das entspricht einer Steuer von 2.500 Dollar für zusätzliche Energieausgaben pro Person... oder von 10.000 Dollar für eine vierköpfige Familie, im Jahr.

Hinzu kommt, dass der Krieg selbst schätzungsweise zwischen einer und zwei Billionen Dollar kostet. Teilt man diesen Betrag durch die Zahl der amerikanischen Familien, dann erhält man eine Zahl von 10.000 Dollar oder mehr.

Uuuups.

Aber diese Zahlen sind erst der Anfang. Hohe Energiepreise unterminieren den amerikanischen Lebensstil so wie er ist. Mein Kollege Byron King erklärt, dass wir die vergangenen 100 Jahre damit zugebracht haben, die falsche Sorte Welt aufzubauen. Heute sind die Amerikaner dazu verdammt, in den Ruinen einer Zivilisation zu leben, die so nicht mehr funktioniert.

"Überdenkt das Landleben", beginnt ein Artikel in der New York Times, "Plötzlich gerät die Wirtschaft des amerikanischen Vorstadtlebens unter Beschuss", fährt er fort. Und dann kommt er zum Geschäftlichen.

Als Larry Kudlow, Laurence Lindsey und Paul Wolfowitz erkärten, wie schön es sein würde, den Nahen Osten aufzumischen, gab der durchschnittliche amerikanische Vorstadthaushalt 1.422 Dollar für Benzin aus. Heute ist die Summe, dem Amt für Arbeitsstatistik zufolge, auf 3.196 Dollar angestiegen.

Eine andere Schätzung legt den Anstieg der Energiekosten für eine durchschnittliche amerikanische Familie mit 50 Dollar im Monat fest. Wie man die Sache auch betrachtet, es ist viel Geld für Leute, die nicht viel Geld haben. Und diese Zahlen steigen, je weiter man in die Vororte vordringt.

"So langsam fängt das Leben an den Rändern der Vorstädte an, sich als nicht mehr tragbar darzustellen", schreibt die Times.

Ob es Ihnen nun gefällt oder nicht, aber die Amerikaner sind gezwungen, ihre Autos auch einmal stehen zu lassen. In diesem Frühjahr haben sie die zurückgelegten Kilometer stärker eingeschränkt, als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt seit 1942. Aber es ist schwer, mit dem Autofahren aufzuhören, wenn man sehr weit weg von der Arbeit und von den Einkaufsmöglichkeiten lebt.

Derweil habe ich neue Zahlen zum amerikanischen Immobilienmarkt. Die Case/Shiller Untersuchung fand heraus, dass die Preise stärker als sonst im April um 15,3% gegenüber dem Vorjahr gefallen sind. Das hat ohne Zweifel zu dem sich entwickelnden Bammel im Bereich des Verbrauchervertrauens geführt, welches den tiefsten Wert in 16 Jahren verbuchen konnte.

Das Maß des Vertrauens der Vorstadtbewohner ist mit den Hauspreisen zurückgegangen. Ich habe keine Beweise dafür, aber ich gehe davon aus, dass keinerlei Häuser stärker fallen, als die, die zuletzt gebaut wurden und am weitesten außerhalb liegen. In diesen Bereichen ist der Eigenanteil der Hausbesitzer vermutlich am geringsten... und dort treffen die steigenden Preise die Pendler am härtesten.

Hier sollten die Hauspreise am angreifbarsten sein. Kaufinteressenten werden ganz einfach die Kosten für das Pendeln - sowohl die Zeit als auch das Geld - zusammenrechnen und das von dem Preis abziehen, den sie bereit sind, für das Haus zu zahlen. Je länger sie zur Arbeit fahren müssen, desto geringer wird der Preis ausfallen.

Die Preise in den äußeren Vororten werden Schläge einstecken müssen", schließt der Anleger Mark Zandi.

Das Land wird von den höheren Energiepreisen von innen nach außen gewendet. Die Vororte werden immer weniger erstrebenswert... verglichen mit den verdichteten, umbauten Wohnbauten in der Nähe der Stadtzentren. Zum ersten Mal seit den Zwanzigern sind die Innenstädte wieder in". Die Vororte sind gleichzeitig out". Und je weiter man nach draußen fährt, desto outer" sind sie.



 
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