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Der Streik der Lufthansa PDF Drucken E-Mail
Freitag, 1. August 2008
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Der Streik der Lufthansa
Seite 2
Mein Lufthansaflug von Vancouver nach Frankfurt wurde abgesagt. "Das ist erst das zweite Mal, dass das in vier Jahren passiert ist", sagte der Angestellte. Schließlich schaffte ich es noch, einen Flug nach London zu bekommen. Dann führte ein Streik der Bodencrew in Paris dazu, dass sich mein Abflug um drei Stunden verzögerte. Und als alles geregelt war, kam ich einen Tag später zuhause an als gedacht.

"Ich hasse es zu fliegen", sagte ein Kollege. Als ich noch jung war, habe ich nach oben gesehen und die Flugzeuge angeguckt und mir gewünscht, dass ich bei jedem von ihnen mitfliegen könnte. Fliegen war damals noch ein Abenteuer. Und man wurde dabei so gut behandelt. Ich kann mich daran erinnern, dass ich vor vielen Jahren mit PanAm geflogen bin. Sie haben einen so behandelt, als sei man eine wichtige Person. Aber heute ist es ein Albtraum. Man steht in langen Schlangen und wartet. Man wird durchsucht... durchleuchtet... befragt. Ich würde lieber mit dem Zug fahren."

In Amerika ist es schwer, einen Zug zu nehmen. Es gibt nicht viele. Aber James Kunstler ist sich sicher, dass es bald wieder mehr geben wird. Massenverkehrsmittel, sagt er, werden uns durch den Energiepreis aufgezwungen werden.

Ich bin mir nicht sicher, ob Züge wirklich weniger Energie verbrauchen als Autos. Bis man die Leute in den Zügen hat, sie gewartet haben und die Züge selbst gebaut sind... sowie die Schienen, bis man die Kontrolleure und Ingenieure angestellt hat, und so weiter, ist das Energiesparen noch keine so sichere Sache. Und dann fahren die Züge auch nicht immer mit voller Auslastung. Es mag Energieverschwendung sein, wenn ein einziger Pendler ein Auto verwendet. Aber stellen Sie sich jetzt einen Zug mit einem einzigen Passagier vor.

Am freien Markt würde ich mir über diese Dinge keine Sorgen machen müssen, wenn der Preis uns all das sagen würde, was wir wissen müssen. Dann würde es, je mehr Energie ein Verkehrsmittel verbraucht, umso mehr kosten. Aber weil es so viele Regierungssubventionen gibt, so viele Preiskontrollen und Regulierungen gelten, gibt uns der Preis allein kein deutliches Bild mehr.

Dennoch gehe ich davon aus, dass der Schienenverkehr in den Vereinigten Staaten ein Comeback feiern wird - aber aus anderen Gründen. Ich gehe davon aus, dass die amerikanische Regierung noch sehr viel mehr Geld wird ausgeben wollen. Schon jetzt gehe ich davon aus, dass die Defizite der künftigen Obama-Regierung bei bis zu einer Billion Dollar liegen werden. Wir befinden uns in einer so fortgeschrittenen Phase des Imperiums. Die Massen wollen Brot und Spiele. Und das ist der Grund, warum Obama so beliebt ist - die Leute glauben, dass er es ihnen bereitwilliger geben will als der alte und schrullenhafte McCain.



 
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