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Das schlechteste Jahr in der Geschichte des Aktienmarktes PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 7. Januar 2009
Beitragsinhalt
Das schlechteste Jahr in der Geschichte des Aktienmarktes
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Und da stehen wir nun. Das alte Jahr ist als das schlechteste Jahr in die Geschichte des Aktienmarktes eingegangen.

Doch jetzt ist es vorbei. Wir wollen den Kopf zum Gebet neigen:

Lieber Gott, bitte bring uns nicht noch ein solches Jahr wie das Jahr 2008.


Was das Jahr 2009 für uns bereit hält, soll Thema dieser Überlegungen zum Ende des alten Jahres sein. Es ist nicht so, dass ich es wüsste. Die Leser dieser Seiten schelten mich sogar dafür, wenn ich Anmerkungen zur Politik, zur Mode oder zu anderen Themen machen. Schuster bleib bei deinen Leisten", sagen sie dann.

Das Problem ist, dass ich nichts weiß. Abgesehen von dem, was ich direkt sehe oder höre, sind das immer nur Hypothesen, Schlussfolgerungen und Mutmaßungen. Manchmal bin ich sogar den Dingen gegenüber misstrauisch, die direkt vor meiner Nase passieren. Habe ich wirklich gesehen, was ich dachte zu sehen?", fragte ich mich dann selbst.

Und was die Märkte anbelangt, da weiß niemand nichts. Selbst die größten Wirtschaftswissenschaftler des 20. Jahrhunderts lagen meist falsch. Aber sogar da bin ich mir nicht sicher. Bei der Wirtschaft falsch zu liegen, ist eine Sache von Meinungen. Es ist keine Wissenschaft. Man kann Wirtschaftstheorien nicht testen. Weil man keine kontrollierten Experimenten durchführen kann. Die Bedingungen sind jedesmal andere... und es gibt immer noch mehr hinter der Geschichte. Man kann also nie wirklich beweisen, ob sie richtig oder falsch sind. Man kann nur darüber streiten.

Und was die meisten Analysten angeht, so haben sich praktisch alle Projektionen, Prognosen, Modelle und Formeln schlechter als wertlos erwiesen.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mich im März auf die Suche nach einem Geldmanager gemacht habe. Die Profis haben mir schicke Diagramme gegeben, die mir ihre Prognosen zeigten, wie viel ich mit unterschiedlichen Anlageklassen würde erwirtschaften können... zusammen mit Zahlen, die zeigten, wie wahrscheinlich ich mit dem Geld rechnen durfte. Man kann dann z.B. erwarten, dass man mit den Schwellenmärkten in den nächsten zehn Jahren jährlich 8,2% erwirtschaftet... mit einer Wahrscheinlichkeit von 68% - 82%, dass diese Prognose auch korrekt ist. Und so konnte ich eine Anlagestrategie auswählen, die meinen Bedürfnissen entsprach.

Diese Zahlen waren beeindruckend detailliert. Aber es waren einfach nur Zahlen. In diesem Falle stellte sich heraus, dass die Analysten keine Ahnung hatten. In ihren Projektionen... und auch in ihren Träumen... tauchte nirgends die Möglichkeit auf, dass man bis zum Ende des Jahres die Hälfte seines Geldes an den Schwellenmärkten verlieren könnte.



 
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