| Beitragsinhalt |
|
China
|
|
Seite 2
|
Seite 2 von 2
Chinas Blase ist deutlich gefährlicher… denn hier gibt es hunderte von Millionen von Menschen, die heute von hohen Wachstumsraten abhängig sind. Sie können nicht bleiben, wo sie sind… sie sind heute keine Landarbeiter mehr.
Sie sind in die Städte gezogen, um dem internationalen Proletariat beizutreten. Sie brauchen Arbeit. Sie brauchen Fortschritt. Sie brauchen gewaltige Straßen und Aquädukte… Flughäfen und Fabriken.
Sie müssen noch mehr herstellen. Sie müssen zur Weltwirtschaft beitragen. Sie brauchen Arbeitsplätze. Und wenn sie diese nicht bekommen, dann könnte China in die Luft gehen.
Mehr noch, Chinas Wirtschaft wird – ganz an der Spitze – von Behördenvertretern geführt, die noch verbohrter sind, als unsere. Wenn die Schwierigkeiten es nicht schaffen, sie zu finden, dann werden sie die Schwierigkeiten finden.
Eine Tabelle über den chinesischen Ölverbrauch fiel mir ins Auge. Vor zehn Jahren hat China 165 Millionen Barrel Öl im Jahr importiert. Heute sind es mehr als eine Milliarde Barrel.
Was macht China mit all dieser Energie? Es wächst, entwickelt sich, es tuckert, es donnert, es schießt in den Himmel. Betrachtet man die Photos (ich war schon seit mehr als 15 Jahren nicht mehr in China), dann erinnert mich das Land an einen Teenager – frech, anstößig und aus den eigenen Hosen herauswachsend.
Es ist ein pubertierender Staat und er wächst so schnell, dass er ständig essen muss. Zusätzlich zu Öl, hat China seit 1990 auch noch 229 neue, kohlebetriebene Kraftwerke eröffnet. Sie haben sich gefragt, warum der Ölpreis in der vergangenen Woche einen neuen Rekord erreicht hat – mit mehr als 126 Dollar für ein Barrel?
Nun, China ist ein großer Teil der Antwort. Und auch Reis wird heute für das Doppelte von dem verkauft, was er noch vor einem Jahr kostete. Könnte man auch dafür in China die Schuld suchen? Nun, teilweise.
Als die Chinesen auf dem Land lebten, da ernährten sie sich von dem, was sie herstellten. Aber als sie einmal in die Orte kamen, wurden sie stärker zu Kunden am globalisierten Markt… und stritten mit den Leuten in Des Moines und Dubrovnik um ihr täglich’ Brot. Sie haben vielleicht schon gehört, was man in Amerika über Land sagt – „Davon wird nichts mehr hergestellt.”
Nun, China verliert sogar Land. Seit 1949, schreibt der National Geographic, hat China ein Fünftel des Farmlandes an Staubstürme, Verwüstung, Umweltverschmutzung und Urbanisierung verloren. Jedes Jahr verliert das Land mehr Boden – ein Gebiet, das ungefähr so groß ist, wie der Staat Rhode Island.
Also, immer mehr Leute ziehen in die Städte – Hunderte von Millionen. Sie bauen Fabriken… sie bauen Häuser… sie kaufen Autos… Waschmaschinen… Computer.
Immer mehr Leute kämpfen um die Rohstoffe der Welt… und um immer weniger Farmland. Nun, wir können das später vielleicht einmal ausrechnen.
Für mehr Informationen über Investor´s Daily klicken Sie hier: Investor-Verlag
(Trackback)
|