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Freitag, 12. September 2008 |
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Seite 1 von 3 Wie Sie vielleicht mitbekommen haben, wurde in dieser Woche nahe Genf im Forschungszentrum CERN 100 Meter unter der Erde der weltgrößte Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen, in dem im kommenden Jahr Protonenpakete aufeinander geschossen werden sollen, wobei Temperaturen entstehen sollen, die 1.000 Mal heißer sind als das Innere der Sonne.
Natürlich im Dienste der Wissenschaft, die sich davon bahnbrechende neue Erkenntnisse zur Entstehung des Universums (Urknall-Theorie) und zu astrophysikalischen Fragen erhofft. Das Problem:
Während die Mehrheit der weltweit auf diesem Gebiet führenden Physiker nur auf die erhofften Forschungsergebnisse schielt, warnen andere Koryphäen der Astrophysik/experimentellen Physik aus Europa und den USA ausdrücklich vor Risiken für den Fortbestand unserer Erde. Denn bei den geplanten Experimenten können sgn. „schwarze Löcher“ entstehen. Schwarze Löcher sind kosmische Gravitationszentren, die jede Art von Materie verschlingen und deren Anziehungskraft so stark ist, dass ihnen selbst Licht nicht entweichen kann.
Stimmen die Befürchtungen der Skeptiker, könnte die Erde im worst case-Szenario binnen Sekundenbruchteilen auf einen Durchmesser von wenigen Millimetern „verdichtet“ werden, was uns alle ein wenig zusammen rücken lassen und auf einen Schlag auch die internationale Finanzkrise beenden würde. Puts machen in diesem Falle allerdings auch keinen Sinn mehr.
Die Befürworter der nun angelaufenen Experimente gehen davon aus, dass das „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ nicht passieren wird, und dass die „schwarzen Löcher“ sehr schnell wieder verfallen werden.
Man muss nicht an den Absturz der Hindenburg, den Untergang der unsinkbaren Titanic oder Tschernobyl denken, um diese „sehr hohe Wahrscheinlichkeit“ angemessen beurteilen zu können. Der tägliche Umgang mit einem Computer zeigt, dass vieles geschieht, was angeblich nicht geschehen „kann“. Die Geschichte der Technik, der Medizin, der Wirtschaft und auch der Wissenschaft allgemein ist nun einmal eine Geschichte des Irrtums. Weil sie eine menschliche Geschichte ist.
Natürlich mögen sich nicht alle Zeitgenossen mit der Perspektive anfreunden, im Dienste der Wissenschaft pulverisiert zu werden, und die juristischen Klagen häufen sich. Aber ganz frisch (11. September) entschied das Kölner Verwaltungsgericht (Deutschland ist der weltweit größte Finanzgeber des CERN), eine Klage gegen die Inbetriebnahme der Anlage abzuweisen, da „die Gefahr der Entstehung schwarzer Löcher [...] und der anschließenden Vernichtung allen irdischen Lebens von der „überwiegenden wissenschaftlichen Meinung verneint“ werde.“ Na also. Wenn ein deutsches Verwaltungsgericht das sagt...
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